Der Aussie als Ersthund ?

Oftmals sehe ich die Frage auftauchen, ob der Aussie als Ersthund geeignet ist. Ich würde euch dabei gerne meine Erfahrungen mitteilen. Ich bin kein Experte, kein Züchter und habe auch keine jahrelange Erfahrung. Aber ich habe mich selbst für einen Aussie als Ersthund entschieden.

Zunächst einmal denke ich jede Rasse kann als Ersthund funktionieren, vorausgesetzt man hat sich ernsthaft mit den Eigenschaften und Bedürfnissen der jeweiligen Rasse auseinander gesetzt hat und das man selbst die passenden Vorraussetzungen mitbringt. So stellt sich die Frage eher, bin ich ICH für die Rasse geeignet.  Habe ich mich mit den Stärken und vor allem auch Schwächen der Rasse beschäftigt ? DSC_1707

Passt die Rasse wirklich zu mir oder lasse ich mich vom äußeren Erscheinungsbild blenden ?

Ich selbst habe damals gezweifelt, der Aussie braucht schließlich seine Auslastung und bringt doch eine Portion Schutz- und Wachtrieb und ist und bleibt ein ArbeitshundIMG_1432

Viele Aussies landen auch schließlich nach wenigen Monaten wieder im Tierheim, weil sich die Besitzer nicht mit der Rasse beschäftigt haben und sich vom Äußeren blenden lassen.

Wir haben deshalb damals eine Aussie Zucht besucht und uns über sämtliche Eigenschaften informiert. Wir durften selbst Erfahrungen mit unterschiedlichen Aussie machen. Danach konnten wir dann reflektieren, ist der Aussie wirklich für uns geeignet? Sind wir bereit manches in Kauf zu nehmen ? Bin ich überhaupt bereit für einen Hund , bin ich geduldig genung um mit und an dem Hund zu wachsen, bin ich bereit manches aufzugeben? Der Aussie ist und bleibt auch NUR ein Hund, dazu kommen dann eben seine Eigenheiten. Ich  habe mich damals für einen Aussie als Ersthund entschieden, weil ich das Gefühl hatte ich bin dafür geeignet und bringe alles mit. Zeit, Ausdauer, Geduld, Konsequenz und Durchhaltevermögen.

Suki stammt von einer seriösen Züchterin und ich wusste weitgehend was mir ins Haus kommt. Ich war bereit einiges aufzugeben und mich voll und ganz auf sie einzulassen. Ich kann mit ihrem Territorialverhalten, einem Schutz-und Wachtrieb leben und habe ihre Schwächen zu schätzen gelernt.DSC_1493

Gerade was die seriösen Züchter angeht, finde ich das als Ersthundbesitzer wichtig. Hätte ich Jussi als Ersthund bekommen, wäre das sicher nicht so komplikationslos gewesen. Wie klug und lernbegierig er auch ist, ebenso schnell lernt er auch Schwächen auszunutzen. Ein guter Züchter wird euch  zur Seite stehen und euch gegebenenfalls auch bei der Auswahl beraten, bei uns war das damals wirklich goldwert.

IMG_1476

So geht es nicht darum, ob der Hund für einen Anfänger geeignet ist, sonder ob der Anfänger für einen Aussie geeignet ist. Und das kann ich nur wissen indem ich mich damit beschäftige, mich informiere und reflektiere.

DSC_1624

Vermutlich seid jetzt so auch nicht schlauer als bevor, aber was ich euch abschließend als Tipp geben kann, setzt euch wirklich damit auseinander! Lernt Aussies kennen und sprecht vor allem mit erfahren Besitzern. Ihr seid es nämlich die für die Rasse bereit sein muss und die Rasse nicht für euch.

Liebe Grüße

Lily

 

 

 

Suki als Turnierhund

Vor wenigen Monaten fing ich an mit Suki Agility zu machen. Mit einem bald sechs Jährigen Hund , der noch nie einen Hundeplatz betreten hatte, sich mit neuen Situationen schwer tut und nicht zu viel springen darf. Wenn ich sagen würde wir haben es uns leicht gemacht würde ich lügen. Das Training war nicht immer ideal, Suki war das anfangs zu viel und ich spielte mit dem Gedanken es zu lassen. Muss man das einem 6- Jährigen Hund nochmal antun .

Tja, gestern bin ich mit Suki auf einem Fun Turnier gestartet und sie ging schon mit wedelnden Schwanz zum Start und wir hatten unendlich viel Spaß. Im Ziel nach einem Nuller ( also ein Lauf ohne Fehler) habe ich sie natürlich total gelobt und sie hat sich ein Loch in den Bauch gefreut. Man sieht ihr den Spaß auf dem Bild an , Suki rennt nicht wenn sie keinen Spaß hat und macht man ihr Druck setzt sie sich hin. IMG_1252Sie so mit mir über den Platz laufen zu sehen hat mir ein ganzes dickes Grinsen ins Gesicht gezaubert. Einerseits macht es mich auch traurig, dass sie eben nicht mehr 1-2 ist und wir gerade erst unsere Geschichte starten, andererseits weiß ich es lohnt sich auch nochmal was Neues auszuprobieren, nicht in der Komfortzone sitzen zu bleiben.Während manche ihren Hund mit 6 in Rente schicken , fangen Suki und ich eben jetzt erst an . Und ihr tut das gut, sie ist so gut drauf wie schon lange nicht mehr. IMG_4363IMG_4364IMG_4362IMG_1253Und Jussi gestern ? Er hat dafür gesorgt das ich mich nicht selig grinsend zurücklege. IMG_1254IMG_1256IMG_4351Fotogarfenhunde gucken lieber in die Kamera.IMG_4349IMG_1255Moment ich muss erst gucken bevor ich springe. IMG_4367Aber einen Fehlerfreien Lauf hat er mir am Ende doch noch geschenkt . 😀 Und Spaß hatten wir auf jeden Fall. Und freuen uns schon aufs nächste Fun Turnier.

Alltag mit Hütehund

Ich werde ganz oft gefragt wie denn der Alltag mit Suki und Jussi aussieht, dennoch habe ich das Thema bislang gemieden . Zumindest es genauer auszuführen. Ich möchte nicht als Paradebeispiel genommen werden. Weil jeder Hund ist unterschiedlich und dementsprechend sollte auch seine Auslastung ausgewählt werden.

Dennoch möchte ich heute dem Wunsch nachkommen und euch unseren Alltag schildern.

An den Arbeitstagen geht 3 bis 4 Mal morgens eine Runde von 6km los.  Ganz entspannt, mal treffen sie da andere Hunde, mal nicht. Verlangt wird da nichts von den Hunden. So ist es auch nicht besonders anstrengend für die Zwei. An den restlichen Arbeitstagen gehen sie eine kleinere Runde von ca. 40min, oftmals mit Hundefreunden.1490941462328

Danach ist bis ich um halb 4 wiederkomme Ruhe angesagt, es ist jedoch immer jemand zuhause und im Sommer können sie auch in den Garten. Müssen sie raus gibt es mittags noch eine Mini Runde. Wenn ich dann wieder da bin gibt es Action. Hier entscheide hier nach Lust und Laune. 1-2 pro Woche gibt es eine Runde mit dem Fahrrad unterwegs, Jussi zieht und Suki rennt nebenher, ansonsten gehen wir mal longieren, gerne an den See schwimmen, trainieren auf einer Wiese, spielen, Dummy suchen. Je nachdem wo zu wir Lust haben. 1-2 Stunden sind wir im Schnitt unterwegs. 1491039584662

Je nachdem wie viel wir mittags gemacht haben oder an Regentagen gibt es Kopfarbeit im Haus. Abends geht es dann meistens nochmal eine kleine Runde raus.

Donnerstag steht für Jussi abends Hundeschule an, da passiert freitags dann meistens weniger. Ich achte auch immer mal auf einen ruhigeren Tag.

Samstags stehen wir zwischen 8-9 auf und sind meistens 25-40min entspannt Gassi. Mittags geht es kurz zum lösen raus und dann sind wir 3h auf dem Hundeplatz, Suki ist eine Stunde dran, Jussi 1,5 Stunden. Abends geht es dann nochmal entspannt eine kleine Runde gassi, da dürfen die Hunde einfach Hund sein.1490850766482

Sonntags gibt es morgens eine kleine Runde. Mittags steht dann meistens was tolles an.

Letzten Sonntag haben wir eine riesige Fahrradtour gemacht, mal gehen wir um den See und unternehmen meistens was zusammen. Hier sind wir meistens 2-3 Stunden unterwegs. Abends wieder nur eine kleine Runde.DSC_0465

Montags ist dann Ruhetag.

Wir kommen so sehr gut klar, meine Hunde sind ausgeglichen und schlafen im Haus.

Natürlich machen wir auch erst so viel seit Jussi erwachsen ist.

Liebe Grüße Lily