Pubertät beim Hund oder nach Regen folgt Sonnenschein.

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In letzter Zeit war es hier eher still. Mir fehlte eindeutig die Motivation zu schreiben und ich war auch unglaublich unzufrieden mit dem was ich geschrieben haben. Aber ihr könnt euch darauf gefasst machen bald wieder regelmäßig vor uns zu hören, wenn auch in etwa abgeänderter Form. 

Fangen wir heute mal mit einem Thema an , was wir endlich hinter uns gelassen haben, aber da ich schon öfters dazu befragt wurde , möchte ich euch heute davon berichten, wie es bei uns damals so abgelaufen ist. 🙂 Und zwar geht es um die Zeit, wenn unsere Hunde alles vergessen und hinterfragen, was sie bis dato gelernt haben. Die liebe Pubertät.

Zunächst einmal möchte ich sagen , dass der folgende Text lediglich auf meine Erfahrungen und Erkenntnisse beruht, bei jedem kann das anders aussehen und wir sind auf keinem Fall das Maß aller Dinge.

Wie stark und ob man die Pubertät beim Hund merkt, hängt selbstverständlich immer vom einzelnem Hund ab. Bei Suki hat man es nahezu gar nicht gemerkt, sie war schon immer ein sensibler Dickkopf und ist das bis heute geblieben.

Bei Jussi hingegen hat man das durchaus mitbekommen und es gab Tag, da hätte ich ihn am liebsten am nächsten Baum angebunden, aber an diesen Tagen hätte er sicher die Leine durchgebissen und die nächste Schandtat begangen.

Oh ja wie oft musste ich mir sagen:Omm ich bin ein Baum und er kann nichts dafür. Er hat mich teilweise einfach links liegen lassen und einen Mist darauf gegeben, was ich so mache. 😀 Er hat angefangen völlig bis dahin selbstverständliche Dinge zu hinterfragen und ist auf Ideen gekommen für die ich ihn heute noch anmeckern könnte.Ebenso gab es diese Tage an denen wir jede Obedience Meisterschaft gewonnen hätten. Es gab eben diese : Ich-setz-dich-gleich-aus Tage und diese du -bist-der-tollste-Hund-der -Welt Tage. image

Aber ich habe auch gelernt das man manchmal Fünfe grade lassen sollte und sich einfach auch an seinem Hund erfreuen sollte. Das wir nicht darauf gucken sollten, wie andere in dem Alter drauf sind und das wir nie die Freude aneinander verlieren sollten. 🙂 Wie wir die Pubertät aber dennoch gut, bis auf manche   : Ich-bringe-dich-gleich-ins-Tierheim Aussetzer überstanden haben, möchte ich euch hier erzählen:

 

 

Wichtig ist , denke ich,  vor allem eines: Man sollte sich zu 100% sicher sein, was man möchte und was einem wichtig ist. D.h ich belohne den Hund nicht  wenn er mal nur in meine Richtung kommt und dann mal nur wenn er ganz zu mir kommt, sondern ich weiß ganz genau :Ich möchte z.Bsp dass er immer an meine Hand kommt. Umso genauer ich weiß was ich möchte umso klarer kann ich es dem Hund abverlangen und so schneller und sicherer lernt er es.  In der Pubertät ist das natürlich nicht immer so einfach, da der Hund gerne mal ausprobiert und hinterfragt, aber auch hier bleibe ich standhaft und habe den längeren Atmen. Meinetwegen bleibe ich dann mal solange stehen , bis er wirklich genau da ist. wo ich ihn möchte und nicht so wie er es möchte. 😉

Hier ist einfach aussetzen gefragt, Konsequenz ist hier das A und O.image

Dass das nicht immer einfach ist, verstehe ich voll und ganz und klar hat man nicht immer Lust Situationen auszudiskutieren und wenn ich gemerkt habe, dass ich gerade nicht in der Lage bin, mich durchzusetzen habe ich es gar nicht zu solchen Situationen kommen lassen. Da blieb er dann einfach mal an der kürzeren Leine und wir haben blöde Situationen vermieden. Aber das ist selbstverständlich keine Dauerlösung. Wenn man aber mal einen schlechten Tag hat, ist das aber eine gute Lösung es nicht noch schlimmer zu machen. image

Was ich aber auch ebenso wichtig wie konsequentes Handeln finde, ist es für Ausgleichsprogramm zu sorgen. Ein Hund muss in der Pubertät jede Menge Frust wegstecken, viele sind auch zeitweise an der Schleppleine und sie haben es auch nicht immer einfach, das geht einem als Teenager ja nicht anders. 😀 Da tut es manchmal unheimlich gut mit den Hunden an einen Ort zu gehen, wo sie nichts anstellen können, wo sie einfach Hund sein dürfen und man mal einfach nur Freude an ihnen hat.

Jussi hatte das immer mit mir am See, er hat ewig lang gebuddelt,  gebellt, wir haben Wettrennen veranstaltet, sind schwimmen gegangen, er hat die Wellen gejagt und konnte einfach mal den Frust abbauen. imageUnd auch ich hatte so wieder neue Kraft geschöpft und die Zeit genutzt um mal daran zu denken, was mein Jungspund schon so unfassbar toll macht! Alles was gut klappe halten wir für selbstverständlich und vergessen es, das sollte man sich viel öfters ins Gedächtnis rufen!

Irgendwann würden es dann immer mehr tolle und immer weniger schlechte Tage und so sind wir heute eigentlich glücklich und zufrieden und können stolz auf das zurückschauen, was wir gemeinsam überstanden haben.

Ich denke einen perfekten Tipp, die Zeit des Umbaus gut zu überstehen gibt es nicht, aber meine Erfahrungen sagen folgendes : Man sollte sich ganz sicher sein , was man vom Hund verlangt, man sollte Situationen schon im Voraus vermeiden können (wenn ich z.Bsl weiß das mein Hund gerade den Jagdtrieb entdeckt und ich nicht schnell genug eingreifen kann, dann bleibt eben solange die Schleppleine dran , bis ich es kann), man sollte konsequent sein, dem Hund Kontrast- und Ausgleichsprogramm anbieten und sich in Erinnerung rufen, was denn schon so prima klappt! Und mal ehrlich auch wenn man nicht dran glaubt, irgendwann geht es vorbei und später bereut man,  warum man manche Situationen nicht einfach mit Humor  genommen hat. Man sollte sich nicht zu oft aufregen ,  sondern denken : Mein Hund ist wunderbar , kann das gerade nur nicht zeigen.😜 Und wenn es mal schiefgeht : Aufstehen, Krönchen richten, weitergehen und den Fehler das nächste Mal vermeiden und ganz wichtig : ES IST AUCH NUR EIN HUND! 🙂 Und ihr seid mit euren Problemen nicht allein. 🙂 Und selbst wenn bei anderen alles schneller klappt, ist das völlig egal, jeder fängt klein an und wichtig ist das Endergebnis ! Und glaubt hier hat und tut es bis heute nicht, längst nicht alles sofort geklappt…image

 

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Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. lifewithkoa sagt:

    Ein schöner Beitrag – und ich bin ganz bei dir. Konsequenz ist das A und O, sonst wirst du irgendwann nur noch vera*****. 😉

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