Bauchgefühl

Wenn ich eines gelernt habe, seit Jussis und meiner sportlichen „Laufbahn“ dann ist das, dass man sich sicher sein sollte, was man möchte und was nicht.

So war ich mir vor der BH Prüfung komplett unsicher, ob ich überhaupt antrete. Mir spuckte die Frage im Kopf rum, ob ich ihm damit was Gutes tue.

Auf Anraten hin habe ich teilgenommen, weil ich uns das zugetraut und einfach hinter mich bringen wollte.

Als wir nach der Prüfung zu hören bekamen, dass wir Konsequenter, strenger sein sollen mit den Hunden sollen, weil sie nicht freudig genug gearbeitet haben, ist mir fast der Kragen geplatzt. Wenn ich in diesem Moment eines wusste, dann war das dass ich sicher nicht meinen Hund körperlich zurechtweise, wenn er zu langsam oder zu schnell arbeitet.

Es mag Hunde geben, die so sicher schnell zum Ziel kommen, wenn sie merken das es ungemütlich wird, wenn sie nicht perfekt laufen und vielleicht hätte Jussi dann auch ein ideales Fuß gezeigt, aber ich möchte das nicht.

Ich möchte kein Nein im Training benutzen müssen, ich möchte meinen Hund nicht zurechtweisen , weil er nicht perfekt läuft, ich möchte nicht dass mein Hund ein solches perfektes Fuß läuft.

Ich habe mich entschieden die UO so sein zulassen und das lieber zu Hause weiter auszubauen. Weil ich mir zu 100% sicher bin , dass ich all das anders angehen möchte.

Ich mache Fehler mit den  Hunden, ganz sicher, aber ich weiß mittlerweile auf welchem Weg ich mit den Hunden gehen möchte.

Ein wunderbares Beispiel ist das Agility mit Jussi, wir bauen alles positiv auf und ich versuche seit einigen Wochen ihm auch keinen Druck mehr zu machen, wir bekommen viele Tipps usw.

Und ich sehe wie er immer mehr Spaß dran hat, er ist konzentriert, fokussiert und geht freudig auf den Platz, lässt sich immer weniger ablenken und ich sehe wie wir immer besser zu zweit da durch kommen.

Mittlerweile bin ich mir in sehr vielem sicherer geworden, habe unseren Weg gefunden, teilweise dadurch das ich nach  schlechten Erfahrungen sagen konnte: Das will ich nicht.

Unser Hund kann nicht wirklich sagen : Ich will das nicht mehr machen, ich will das so und so machen usw.

Es ist unsere Aufgabe zu sagen : Hey das reicht! Das möchte ich für ihn und mich nicht.

Sowas ist nicht leicht, aber manchmal ist es wichtig auf das  Bauchgefühl zu hören und sich eine eigene Meinung zu bilden 🙂

imageimage

LG Lily

 

 

 

 

 

Advertisements

10 Kommentare zu „Bauchgefühl

  1. Liebe Lily,
    du hast großartige Hunde und auf den Bildern sehen sie richtig glücklich aus. Du machst das genau richtig. Hör weiterhin auf dein Bauchgefühl.
    Liebe Grüße vom Emma und Lotte Frauchen

    Gefällt mir

  2. Ich finde es toll, dass Du auf Dein Baugefühl hörst … denn niemand außer Dir kennt Deine Hunde wirklich und niemand sonst kann einschätzen, was gut für sie ist 🙂 Für uns stand auch immer der Spaß unserer Hunde im Vordergrund – daher kam für uns nie wirklich Vereinsarbeit in Frage … denn bei sehr unterschiedlichen Hundetypen ist es fast unmöglich in einem Verein mit einer Trainigsmethode allen gerecht zu werden.
    Genießt das, was euch Freude macht und den Rest lasst ihr einfach bleiben – perfekt.

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Damon und Cara

    Gefällt mir

    1. Ja da gebe ich dir recht. Ich bin froh mit Jussi Agility mit wirklichen guten Trainern machen zu können, die sich zu 100% auf ihn einlassen und wo der Spaß ganz oben steht.

      Ja so sehen wir es 🙂 Natürlich kann nicht imme alles Spaß machen, aber dennoch sollte der Spaß ganz weit oben stehen 🙂

      Liebe Grüße Lily

      Gefällt mir

  3. Das Bauchgefühl ist wirklich das beste für das gemeinsame Sein 🙂

    Wobei ich mich gerade frage… wer kommt denn auf die Idee, dass man mit seinem Hund strenger und konsequenter arbeiten soll, damit er freudiger läuft? Wir haben beispielsweise einen Hund in der Nachbarschaft, der komplett konsequent und streng erzogen [oder verzogen?!] ist – und man sieht ihm an, dass er keinerlei Freude mehr empfindet. Strenge und Freude passen für mich nicht zusammen….

    Gefällt mir

    1. Ich gebe dir recht. Als ich das zu hören bekam , musste ich mir sehr auf die Zunge beißen. Ich kann mir das nämlich nicht vorstellen und ich will es auch nicht probieren. Ist immer die Frage: Möchte ich das mein Hund hört weil er Angst hat oder weil er es auch will.

      Liebe Grüße Lily

      Gefällt mir

  4. Ich finde Deine Einstellung goldrichtig und könnte Socke auch nicht mit Druck behandeln. Ich schreie sie nicht an und zerre sie nicht an der Leine. Seit fünfeinhalb Jahren leben wir so zusammen. Aber Socke macht es mir manchmal auch recht schwer, wie zum Beispiel beim Dogwalk und ich frage mich, ob das an meiner Einstellung liegt. Habe ich es gut gemeint, aber nicht gut gemacht? Oder liegt es an der Erkrankung oder der Medikation. Ist es das Alter, dass Socke manchmal schwer händelbar ist? Ich weiß es nicht, aber grundsätzlich finde ich Deine Einstellung super.

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

    Gefällt mir

    1. Ich glaube sowas ist wirklich schwer zu sagen. Auch meine Hunde zeigen teilweise Verhaltensweisen, wo ich mich frage : Mmh woran liegt das jetzt? Ich habe das doch scheinbar richtig gemacht.
      Manchmal ist das alles andere als einfach, da können die Gedanken noch so gut sein und dennoch funktioniert nichts.

      Ich hoffe das ihr bald wieder auf einen grünen Zweig kommt.

      Liebe Grüße Lil

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s